Bilinguales Projekt

Die Kinder und Lehrer

Welche Kinder und Familien nehmen teil und warum? Die bilingualen Klassen werden von monolingual deutschen, italienischsprachigen und zweisprachigen Kindern besucht, aber auch mehrsprachige Kinder mit anderen Herkunftssprachen sind vertreten.
In den beiden Grundschulen gehören die deutschen Kinder vorwiegend dem jeweiligen Schulbezirk an, die italienischen oder bilingualen Kinder kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Sie werden je nach Wohnortnähe eher der Holzhausenschule oder der Mühlbergschule zugeordnet.
Als italienisch gelten hier nicht nur Kinder mit italienischer Staatsbürgerschaft, entscheidend ist vielmehr der Bezug des Kindes bzw. der Familie zur italienischen Sprache. Bei vielen deutschen Familien, die sich für die Teilnahme am Projekt entscheiden, ist ein ausgeprägtes Interesse an der italienischen Sprache und Kultur vorhanden.
Dem zunehmenden Wunsch vieler monolingualer Familien nach einer bilingualen Schulausbildung kommt dieses schulische Angebot ebenfalls sehr entgegen.
Italienische Familien schätzen die Möglichkeit, ihre Familiensprache auch in der nachwachsenden Generation zu erhalten und durch den Erwerb der italienischen Schriftsprache sowie den Umgang mit Texten zu pflegen.
Von allen Beteiligten werden das multikulturelle Klima in den bilingualen Klassen und der selbstverständliche Umgang mit der Mehrsprachigkeit geschätzt.


Wer sind die Lehrer? Die deutschen Lehrer des Projektes werden – wie in den Regelklassen auch – vom Land Hessen gestellt.
Die italienischen Lehrer sind in Italien ausgebildete Muttersprachler und werden in der Regel über das Italienische Generalkonsulat bzw. das Italienische Außenministerium für jeweils 5 Jahre nach Hessen entsandt. Daneben gibt es auch einige italienische Lehrkräfte, die dauerhaft in Frankfurt leben und über die Hessischen Schulbehörden angestellt sind.
Die Tätigkeit in einem bilingualen Projekt erfordert von den Lehrkräften ein überdurchschnittlich hohes Engagement, nicht zuletzt weil die inhaltliche Abstimmung mit den jeweiligen Kollegen einen erheblichen Mehraufwand bedeutet.
Viele Lehrer beherrschen beide Unterrichtssprachen. Sie bringen meist ein ausgeprägtes Interesse für bilinguale Unterrichtsmethoden mit, verfügen über die Bereitschaft, mit Kollegen gemeinsam zu unterrichten (Team-teaching) und sind offen für Austausch und gegenseitige Anregungen auf methodisch-didaktischer sowie inhaltlicher Ebene.

© biLis-Verein / letzte Aktualisierung: 20.08.2009 / nach oben